Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Hallo zusammen,
nach einem halben Jahr "Trockenübungen", Überlegungen und vor allem jeder Menge Unterbrechungen hab ich den Umbau anf den Poolcontroller endlich vollbracht.
Vorab ein herzliches Dankeschön an die hier aktiven Menschen und vor allem an die Administratoren und Masterminds des Poolcontrollers.
Ohne Euch hätte ich das so nicht hinbekommen!
Ich fang mal ganz vorne an...
Kapitel 1: Ausgangssituation Sommer 2018
Der Pool hat ca. 34qm, 3x8 m (in Kroatien an der Adria) ist seit 2014 in Betrieb. Die Saison beginnt im Mai und endet im Oktober, in dieser Zeit sind die Badegäste wochenweise da, aber nie durchgängig.
Ganz zu Anfang sollte die Pflege über pH- Pulver und Chlortabletten laufen. Die Nachbarschaft sollte es während der Abwesenheit der Badegäste richten...
Im ersten Jahr hatten wir im Juli nach Ankunft schon die erste Überraschung. Es stellte sich heraus, daß wir
a) noch ein riesiges Problem mit Grundwasser im Maschinenraum hatten, so daß der einige Male abgesoffen ist und die Pooltechnik (Pumpe!) gleich mit und
b) sich die manuelle Pflege als nicht zielführend erwies (nicht regelmäßig und sogar falsch)
Erschwerend kam hinzu, daß wir natürlich nicht die ganze Zeit vor Ort waren und viele Dinge einfach während unserer Abwesenheit passiert sind.
Nachdem in mehreren Versuchen Problem a) erledigt war, wurde Problem b) angegangen -> Eine automatische Poolsteuerung musste her.
Ich entschied mich 2016 dann aus Budgetgründen für ein Variante der BS-Poolsteuerung mit Salzelektrolyse und automatischer pH- Dosierung.
Ich spul hier mal vor: Wir wurden mit dem System nicht glücklich, auch wenn am Ende die Wasserqualität einigermassen OK war. Die Fugen wurden immer noch schwarz und bei voller Sonne und starkem Badebetrieb kam der Redox-Wert nicht mehr aus dem Keller. Der pH-Messwert war überdies eine echte "Fahrkarte" und komplett daneben. 2017 kam ich dann das erste Mal mit Alex in kontakt, nachdem auf Deutsch gesagt ich die Schnauze voll von B-Qualitätsware hatte -> der erste Pooldigital REDOX-sensor wurde eingebaut.
Und eigentlich war mir da schon klar, daß ich mittelfristig auf den Poolcontroller umstellen wollte.
Im Sommer 2018 reifte also der Plan, die Poolsteuerung einzusetzen.
Vorarbeiten starteten, Netzwerkkabel wurden in den Maschinen raumgelegt und eine bessere Belüftung eingebaut. Eine LM2-40 Zelle hatte ich schon gekauft, die Verrohrung wurde dann vor Ort ausgemessen und das Verrohrungskonzept für den Einbau der LM2-40 angeplant.
nach einem halben Jahr "Trockenübungen", Überlegungen und vor allem jeder Menge Unterbrechungen hab ich den Umbau anf den Poolcontroller endlich vollbracht.
Vorab ein herzliches Dankeschön an die hier aktiven Menschen und vor allem an die Administratoren und Masterminds des Poolcontrollers.
Ohne Euch hätte ich das so nicht hinbekommen!
Ich fang mal ganz vorne an...
Kapitel 1: Ausgangssituation Sommer 2018
Der Pool hat ca. 34qm, 3x8 m (in Kroatien an der Adria) ist seit 2014 in Betrieb. Die Saison beginnt im Mai und endet im Oktober, in dieser Zeit sind die Badegäste wochenweise da, aber nie durchgängig.
Ganz zu Anfang sollte die Pflege über pH- Pulver und Chlortabletten laufen. Die Nachbarschaft sollte es während der Abwesenheit der Badegäste richten...
Im ersten Jahr hatten wir im Juli nach Ankunft schon die erste Überraschung. Es stellte sich heraus, daß wir
a) noch ein riesiges Problem mit Grundwasser im Maschinenraum hatten, so daß der einige Male abgesoffen ist und die Pooltechnik (Pumpe!) gleich mit und
b) sich die manuelle Pflege als nicht zielführend erwies (nicht regelmäßig und sogar falsch)
Erschwerend kam hinzu, daß wir natürlich nicht die ganze Zeit vor Ort waren und viele Dinge einfach während unserer Abwesenheit passiert sind.
Nachdem in mehreren Versuchen Problem a) erledigt war, wurde Problem b) angegangen -> Eine automatische Poolsteuerung musste her.
Ich entschied mich 2016 dann aus Budgetgründen für ein Variante der BS-Poolsteuerung mit Salzelektrolyse und automatischer pH- Dosierung.
Ich spul hier mal vor: Wir wurden mit dem System nicht glücklich, auch wenn am Ende die Wasserqualität einigermassen OK war. Die Fugen wurden immer noch schwarz und bei voller Sonne und starkem Badebetrieb kam der Redox-Wert nicht mehr aus dem Keller. Der pH-Messwert war überdies eine echte "Fahrkarte" und komplett daneben. 2017 kam ich dann das erste Mal mit Alex in kontakt, nachdem auf Deutsch gesagt ich die Schnauze voll von B-Qualitätsware hatte -> der erste Pooldigital REDOX-sensor wurde eingebaut.
Und eigentlich war mir da schon klar, daß ich mittelfristig auf den Poolcontroller umstellen wollte.
Im Sommer 2018 reifte also der Plan, die Poolsteuerung einzusetzen.
Vorarbeiten starteten, Netzwerkkabel wurden in den Maschinen raumgelegt und eine bessere Belüftung eingebaut. Eine LM2-40 Zelle hatte ich schon gekauft, die Verrohrung wurde dann vor Ort ausgemessen und das Verrohrungskonzept für den Einbau der LM2-40 angeplant.
Zuletzt geändert von DPerak am 30. Mai 2019, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Kapitel 2: Planungsphase Winter 2018 / 2019
Nach Weihnachten hatte ich dann endlich Zeit, mich mit dem Projekt zu beschäftigen. Als erstes hab ich mir den Controller bestellt.
Damit ich endlich aufhören konnte, blöde Fragen zu stellen und stattdessen erstmal selber was auszuprobieren.
Ich machte mich in den ersten Wochen nach der Jahreswende zunächst mal dran, die Verrohrung neu zu zeichnen. Ich musste das ganze im CAD aufreissen, da ich leider nicht alles richtig gemessen hatte und mir nicht vorstellen konnte, wie die ganzen Rohre verlaufen.
Und vor allem welchen Platz ich im Technikraum für den Schaltschrank übrig haben würde. Ich wollte auf keinen Fall Kompromisse beim Schaltschrank eingehen, da uns der Technikraum wie schon gesagt ein paarmal abgesoffen war und es dort drin von Herbst bist Frühling buchstäblich von der Decke tropft.
Die Platzverhältnisse sind aufgrund der seitlichen Treppe sehr beengt, ich habe dann verschiedene Rohrverläufe ausprobiert und mich am Ende für diesen entschieden. Damals noch mit Vorhalt für einen Wärmetauscher (Anschluss an Solaranlage auf dem Dach), das Vorhaben hab ich aber inzwischen begraben...
Daraus resultierte ein etwas ungewöhlicher Schaltschrank B600 x H400 mm -> ich bin da am Ende bei einem Voll-Kunststoff Fabrikat der Fa. Fibox (Arca-406021) gelandet.
Verdammt robustes Teil, kann ich sehr empfehlen. Mit diesem Schrank hab ich mich dann an die Planung des Inhalts begeben. Die Idee war hier, möglichst viel der Netzspannung führenden Bauteile von den Sensoren und den anderen Niederspannungsbauteilen zu trennen. Ich hatte anfangs auch genügend Platz für die DMX-Erweiterungsplatine eingeplant, obwohl mir erstmal keine weitere Funktion in den Sinn kam, die ich noch umsetzen wollte.
Natürlich mussten jetzt die Features des Systems festgelegt werden. Dazu gehören:
- Steuerung der Filterpumpe (zunächst eine einfache on/off - Pumpe)
- Salzelektrolyse mit Stromsensor
- pH (minus) Injektion (Flüssig)
- separate Messstrecke mit eigener 24V Messwasser-Pumpe und separatem Filter
- automatisches Rückspülen per Praher Rückspülventil
- elektrische Frischwassernachspeisung über Füllstandssensor
- Manuelle Fernbedienung für Rückspülen und Start Filterpumpe (für den Saugerbetrieb)
- Steuerung Technikraumbelüftung
- Anschluss eines Feuchtigkeitssensors für den Technikraum
- 1W-Sensoren für Temperaturen im Schaltschrank, diverse Positionen im Wasser sowie Aussen- und Technikraumtemperatur
- Drucksensor im 6 Wege Ventil
- RaspberryPi mit Touchpad auf der Front des Schrankes
- 4er-Relaisplatine für den Raspi
- Arduino mit Treiber für die Regelung der Messwasserpumpe
- Diverse Anzeigeleuchten auf der Front sowie einfache Schalter für die Senioren in der Familie
- Vorhalt für Anschluss einer Wärmepumpe
- Vorhalt für potentiostatische Chlorsonde
Dazu hab ich also einen Schaltplan gezeichnet Und Pläne für die ganzen Leitungen. Die "echten" E-techniker mögen mir meine Skizzen verzeihen, für mich hat es so aber funktioniert...
Ich wollte möglichst viel Zuhause vorkonfigurieren, um das System unten "nur noch" anzubringen, die Sensoren und Aktoren anzubauen und die Kabel und Leitungen zu verlegen.
Morgen geht's weiter...
Nach Weihnachten hatte ich dann endlich Zeit, mich mit dem Projekt zu beschäftigen. Als erstes hab ich mir den Controller bestellt.
Damit ich endlich aufhören konnte, blöde Fragen zu stellen und stattdessen erstmal selber was auszuprobieren.
Ich machte mich in den ersten Wochen nach der Jahreswende zunächst mal dran, die Verrohrung neu zu zeichnen. Ich musste das ganze im CAD aufreissen, da ich leider nicht alles richtig gemessen hatte und mir nicht vorstellen konnte, wie die ganzen Rohre verlaufen.
Und vor allem welchen Platz ich im Technikraum für den Schaltschrank übrig haben würde. Ich wollte auf keinen Fall Kompromisse beim Schaltschrank eingehen, da uns der Technikraum wie schon gesagt ein paarmal abgesoffen war und es dort drin von Herbst bist Frühling buchstäblich von der Decke tropft.
Die Platzverhältnisse sind aufgrund der seitlichen Treppe sehr beengt, ich habe dann verschiedene Rohrverläufe ausprobiert und mich am Ende für diesen entschieden. Damals noch mit Vorhalt für einen Wärmetauscher (Anschluss an Solaranlage auf dem Dach), das Vorhaben hab ich aber inzwischen begraben...
Daraus resultierte ein etwas ungewöhlicher Schaltschrank B600 x H400 mm -> ich bin da am Ende bei einem Voll-Kunststoff Fabrikat der Fa. Fibox (Arca-406021) gelandet.
Verdammt robustes Teil, kann ich sehr empfehlen. Mit diesem Schrank hab ich mich dann an die Planung des Inhalts begeben. Die Idee war hier, möglichst viel der Netzspannung führenden Bauteile von den Sensoren und den anderen Niederspannungsbauteilen zu trennen. Ich hatte anfangs auch genügend Platz für die DMX-Erweiterungsplatine eingeplant, obwohl mir erstmal keine weitere Funktion in den Sinn kam, die ich noch umsetzen wollte.
Natürlich mussten jetzt die Features des Systems festgelegt werden. Dazu gehören:
- Steuerung der Filterpumpe (zunächst eine einfache on/off - Pumpe)
- Salzelektrolyse mit Stromsensor
- pH (minus) Injektion (Flüssig)
- separate Messstrecke mit eigener 24V Messwasser-Pumpe und separatem Filter
- automatisches Rückspülen per Praher Rückspülventil
- elektrische Frischwassernachspeisung über Füllstandssensor
- Manuelle Fernbedienung für Rückspülen und Start Filterpumpe (für den Saugerbetrieb)
- Steuerung Technikraumbelüftung
- Anschluss eines Feuchtigkeitssensors für den Technikraum
- 1W-Sensoren für Temperaturen im Schaltschrank, diverse Positionen im Wasser sowie Aussen- und Technikraumtemperatur
- Drucksensor im 6 Wege Ventil
- RaspberryPi mit Touchpad auf der Front des Schrankes
- 4er-Relaisplatine für den Raspi
- Arduino mit Treiber für die Regelung der Messwasserpumpe
- Diverse Anzeigeleuchten auf der Front sowie einfache Schalter für die Senioren in der Familie
- Vorhalt für Anschluss einer Wärmepumpe
- Vorhalt für potentiostatische Chlorsonde
Dazu hab ich also einen Schaltplan gezeichnet Und Pläne für die ganzen Leitungen. Die "echten" E-techniker mögen mir meine Skizzen verzeihen, für mich hat es so aber funktioniert...
Ich wollte möglichst viel Zuhause vorkonfigurieren, um das System unten "nur noch" anzubringen, die Sensoren und Aktoren anzubauen und die Kabel und Leitungen zu verlegen.
Morgen geht's weiter...
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Nachtrag: hier noch das Verkablungsschema für den Niedervoltteil bzw die Sensorik.
Ich hab am Ende z.T. doch noch etwas andere Kabel verwendet aber nicht mehr nachdokumentiert.
Ich hab am Ende z.T. doch noch etwas andere Kabel verwendet aber nicht mehr nachdokumentiert.
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Kapitel 3: Aufbau des Schaltschranks Frühjahr 2019
Nach der Planung (bzw. eher parallel dazu) lief dann die Umsetzung. Zentrales Problem für mich war, alles in den doch etwas kompakten Schaltschrank zu packen.
Die erste Stellprobe mit dem großen Netzteil der Elektrolyse sowie mit dem Controller war nicht zufriedenstellend. Daher hab ich nochmal schmalere Kanäle verwendet, das ganze hat dann gerade so gepasst. Die Hutschienen hab ich auf Abstandshalter gesetzt, damit ich ggf. auf kurzem Wege dahinter verkabeln konnte. Im Nachhinein hab ich mir überlegt, die Snubber darunter anzuordnen, was eine enorme Platzersparnis darstellt und die ganze Geschichte vor allem rund um die Einschaltwischer deutlich sauberer macht. Es war relativ schnell klar, daß ich mit dem Platz nicht auskommen würde, weshalb ich mich direkt am Anfang um den Innenausbau der Seiten sowie des Frontdeckels des Schaltschranks gemacht habe. Dazu hab ich PVC-Platten aus dem Baumarkt genommen und mit Zylinderschrauben an die innenwände gebaut. Daran hab ich die Platinen für die Raspi-Relais, den Arduino und die Fernsteuerung befestigt. Rechts unten dann noch den Ethernet-Splitter (für Poolcontroller und Raspi). Die Komponenten hab ich dann nach und nach bestellt. Wir haben zwar einen CONRAD in der Stadt, aber vieles hat der einfach auch nicht am Lager bzw. nur zu horrenden Preisen.
Also: Bestellt bei Pooldigital, Ebay, Amazon, Eibmarkt, Conrad, etc. etc. Ich hab lieber nicht zusammengerechnet, was mich die ganze Versandgeschichte gekostet hat.
Nachdem ich beschlossen hatte, auch noch ein Touchpad in die Tür einzubauen, brauchte ich auch noch ein 12V Netzteil
. Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche...
Dann hab ich mit dem Verkabeln losgelegt. Die 230V AC sind mit 1,5 mm² ausgeführt und die Niedervolt allesamt mit 0,75mm². Flexlitze mit gecrimpten Endhülsen. Da hab ich jetzt ein Diplom drin...
Ich hatte von Anfang an 3 Phasen vorgesehen, die von einer vorgeschalteten Unterverteilung mit den Sicherungen und dem FI kommen.
L1: Contoller & alle Netzteile (5V, 12V, 24V)
L2: Aktorik (Pumpe, Elektorlyse, etc)
L3: Licht, Belüftung
Ich habe mich für WAGO Reihenklemmen 2002 bzw 2000 für NV entschieden, weil ich wie gesagt einen möglichst vollständig vorverdrahteten Schaltschrank aufbauen wollte, den ich vor Ort dann nur noch anstecken brauchte. Leider hab ich den Platzbedarf dieser Klemmen deutlich unterschätzt weswegen ich mir am Ende den Reserveplatz für die DMX Erweiterungsplatine vollgebaut hab. Hätte man noch anderse machen können, aber ich musste mal langsam fertig werden. Als letztes kam dann noch der Bau des Touchpads auf die Front. Das hat sich als besonders kniffelig erwiesen, da ich das ja wasserdicht hinbekommen musste. Ich hab also einen Ausschnitt in die Tür gesägt, das Touchpad von der Rückseite dagegen montiert und das Ganze von vorne mit einer Blende verschlossen. Die Blende ist mit reichlich Silikon direkt zur Glasoberfläche des Touchpads sowie zur Tür abgedichtet, so daß da nichts mehr reinkommen sollte.
In die Türe hab ich auch noch diverse Schalter und Status-LED eingebaut, dazu später mehr.
Nach der Planung (bzw. eher parallel dazu) lief dann die Umsetzung. Zentrales Problem für mich war, alles in den doch etwas kompakten Schaltschrank zu packen.
Die erste Stellprobe mit dem großen Netzteil der Elektrolyse sowie mit dem Controller war nicht zufriedenstellend. Daher hab ich nochmal schmalere Kanäle verwendet, das ganze hat dann gerade so gepasst. Die Hutschienen hab ich auf Abstandshalter gesetzt, damit ich ggf. auf kurzem Wege dahinter verkabeln konnte. Im Nachhinein hab ich mir überlegt, die Snubber darunter anzuordnen, was eine enorme Platzersparnis darstellt und die ganze Geschichte vor allem rund um die Einschaltwischer deutlich sauberer macht. Es war relativ schnell klar, daß ich mit dem Platz nicht auskommen würde, weshalb ich mich direkt am Anfang um den Innenausbau der Seiten sowie des Frontdeckels des Schaltschranks gemacht habe. Dazu hab ich PVC-Platten aus dem Baumarkt genommen und mit Zylinderschrauben an die innenwände gebaut. Daran hab ich die Platinen für die Raspi-Relais, den Arduino und die Fernsteuerung befestigt. Rechts unten dann noch den Ethernet-Splitter (für Poolcontroller und Raspi). Die Komponenten hab ich dann nach und nach bestellt. Wir haben zwar einen CONRAD in der Stadt, aber vieles hat der einfach auch nicht am Lager bzw. nur zu horrenden Preisen.
Also: Bestellt bei Pooldigital, Ebay, Amazon, Eibmarkt, Conrad, etc. etc. Ich hab lieber nicht zusammengerechnet, was mich die ganze Versandgeschichte gekostet hat.
Nachdem ich beschlossen hatte, auch noch ein Touchpad in die Tür einzubauen, brauchte ich auch noch ein 12V Netzteil
Dann hab ich mit dem Verkabeln losgelegt. Die 230V AC sind mit 1,5 mm² ausgeführt und die Niedervolt allesamt mit 0,75mm². Flexlitze mit gecrimpten Endhülsen. Da hab ich jetzt ein Diplom drin...
Ich hatte von Anfang an 3 Phasen vorgesehen, die von einer vorgeschalteten Unterverteilung mit den Sicherungen und dem FI kommen.
L1: Contoller & alle Netzteile (5V, 12V, 24V)
L2: Aktorik (Pumpe, Elektorlyse, etc)
L3: Licht, Belüftung
Ich habe mich für WAGO Reihenklemmen 2002 bzw 2000 für NV entschieden, weil ich wie gesagt einen möglichst vollständig vorverdrahteten Schaltschrank aufbauen wollte, den ich vor Ort dann nur noch anstecken brauchte. Leider hab ich den Platzbedarf dieser Klemmen deutlich unterschätzt weswegen ich mir am Ende den Reserveplatz für die DMX Erweiterungsplatine vollgebaut hab. Hätte man noch anderse machen können, aber ich musste mal langsam fertig werden. Als letztes kam dann noch der Bau des Touchpads auf die Front. Das hat sich als besonders kniffelig erwiesen, da ich das ja wasserdicht hinbekommen musste. Ich hab also einen Ausschnitt in die Tür gesägt, das Touchpad von der Rückseite dagegen montiert und das Ganze von vorne mit einer Blende verschlossen. Die Blende ist mit reichlich Silikon direkt zur Glasoberfläche des Touchpads sowie zur Tür abgedichtet, so daß da nichts mehr reinkommen sollte.
In die Türe hab ich auch noch diverse Schalter und Status-LED eingebaut, dazu später mehr.
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Nachtrag: irgendwie ist hier nach ein paar Bildern immer schluss mit hochladen, daher ein paar weitere Bilder hinterher...
-
alexander
- Beiträge: 12
- Registriert: 12. August 2019, 16:14
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Hallo DPerak,
habe mit großem Interesse Deinen Bericht gelesen
. Bin gerade am Planen 
Bist Du schon fertig? Welche Funktionen hast Du für das Display vorgesehen?
Lg Alexander
habe mit großem Interesse Deinen Bericht gelesen
Bist Du schon fertig? Welche Funktionen hast Du für das Display vorgesehen?
Lg Alexander
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Bin fertig und im Urlaub. Die weiteren Berichte, wenn ich wieder da bin. So in ein zwei Wochen... 
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Kapitel 4: Separate Messwasserstrecke und Messwasserpumpe
So, mit einiger Verzögerung hier das nächste Kapitel.
Ich hatte ja geschrieben, daß ich das System mit einer kontinuierlichen Messwasserpumpe aufbauen wollte. Der Grund ist eigentlich weniger die kontinuierliche Messung, sondern ein Problem mit der Desinfektion des Beckens. Zum Hintergrund: Das Becken ist ca. 8 x 3 m lang. Die ELD sind an einer Langseite, der Skimmer an der anderen Langseite in der Mitte. Es gibt an der Seite der ELD Schwierigkeiten mit schwarzen Fugen. Die Ursachen könnten sein
A) Unzureichende Desinfektionsleistung der alten Salzelektrolyse oder
B) Schlechte Beckenhydraulik, d.h. nicht ausreichende Durchmischung.
Gegen A) hab ich ja jetzt die LM2-40, die schlank 3mal so viel Chlor macht, wie die alte Anlage.
Und um B) auszuschließen wollte ich das Messwasser eben an einer anderen Stelle als am Skimmer abziehen. Annahme hier war, daß das Wasser im Skimmer direkt von den ELD kommt und man dort einen zu positiven Redox-Wert messen würde im Vergleich zu den kritischen Ecken, wo sich die Algen gebildet hatten.
Passenderweise ist die bisherige mechanische Niveauregulierung / Frischwasser-Nachspeisung an einer der kurzen Seiten untergebracht. Die hab ich umgebaut, und das Messwasser von dort abgezogen. Statt der mechanischen Niveauregulierung ist hier jetzt ein Schwimmerschalter untergebracht, die Frischwasserversorgung hab ich auf ein Motor-Kugelventil umgebaut.
Die Messwasserpumpe sorgt so nebenbei dafür, daß das Wasser in der "Schwimmerkammer" immer ausgetauscht wird.
Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion ist, daß das Messwasser aus einer mittleren Schicht aus dem Becken gezogen wird, damit hat man einen recht guten Mittelwert der Wassertemperatur und zieht sich auch nicht soviel Dreck von der Oberfläche in die Messstrecke. Das Messwasser wird nach der Messstrecke nach dem Bodenablauf auf die Saugseite der Filterpumpe zurückgeführt. Damit ist jederzeit gewährleistet, daß die Messwasserpumpe das Wasser los wird, auch wenn die Filterpumpe mal nicht arbeitet.
Natürlich braucht die Messstrecke auch einen Filter, damit der Durchflussmesser sich nicht zusetzt. Ich hab lange gesucht und den kleinstmöglichen Filter der komplett aus Kunststoff ist eingesetzt. Ist immer noch ein ziemlicher Brocken, Alex hat inzwischen einen deutlich kleineren und eleganteren gefunden https://www.poolsteuerung.de/viewtopi ... =20#p18128, weiss auch nicht wie der das immer macht.
Gegen den groben Schmutz, der von oben durch das kleine Loch der Schwimmerkammer regnen kann hab ich ein Sieb über den Abzug des Messwassers am Boden der Kammer eingebaut.
Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch keine Ahnung, ob das alles so funktionieren würde und hab mir ausgemalt, daß sich in Abhängigkeit vom Einschaltzustand der Filterpumpe ein stark unterschiedlicher Durchfluss durch die Meß-strecke ergeben würde. Ich brauchte also eine Regelung der Drehzahl der Meßwasserpumpe (dazu später mehr).
Hier noch Bilder der Ausführung.
So, mit einiger Verzögerung hier das nächste Kapitel.
Ich hatte ja geschrieben, daß ich das System mit einer kontinuierlichen Messwasserpumpe aufbauen wollte. Der Grund ist eigentlich weniger die kontinuierliche Messung, sondern ein Problem mit der Desinfektion des Beckens. Zum Hintergrund: Das Becken ist ca. 8 x 3 m lang. Die ELD sind an einer Langseite, der Skimmer an der anderen Langseite in der Mitte. Es gibt an der Seite der ELD Schwierigkeiten mit schwarzen Fugen. Die Ursachen könnten sein
A) Unzureichende Desinfektionsleistung der alten Salzelektrolyse oder
B) Schlechte Beckenhydraulik, d.h. nicht ausreichende Durchmischung.
Gegen A) hab ich ja jetzt die LM2-40, die schlank 3mal so viel Chlor macht, wie die alte Anlage.
Und um B) auszuschließen wollte ich das Messwasser eben an einer anderen Stelle als am Skimmer abziehen. Annahme hier war, daß das Wasser im Skimmer direkt von den ELD kommt und man dort einen zu positiven Redox-Wert messen würde im Vergleich zu den kritischen Ecken, wo sich die Algen gebildet hatten.
Passenderweise ist die bisherige mechanische Niveauregulierung / Frischwasser-Nachspeisung an einer der kurzen Seiten untergebracht. Die hab ich umgebaut, und das Messwasser von dort abgezogen. Statt der mechanischen Niveauregulierung ist hier jetzt ein Schwimmerschalter untergebracht, die Frischwasserversorgung hab ich auf ein Motor-Kugelventil umgebaut.
Die Messwasserpumpe sorgt so nebenbei dafür, daß das Wasser in der "Schwimmerkammer" immer ausgetauscht wird.
Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion ist, daß das Messwasser aus einer mittleren Schicht aus dem Becken gezogen wird, damit hat man einen recht guten Mittelwert der Wassertemperatur und zieht sich auch nicht soviel Dreck von der Oberfläche in die Messstrecke. Das Messwasser wird nach der Messstrecke nach dem Bodenablauf auf die Saugseite der Filterpumpe zurückgeführt. Damit ist jederzeit gewährleistet, daß die Messwasserpumpe das Wasser los wird, auch wenn die Filterpumpe mal nicht arbeitet.
Natürlich braucht die Messstrecke auch einen Filter, damit der Durchflussmesser sich nicht zusetzt. Ich hab lange gesucht und den kleinstmöglichen Filter der komplett aus Kunststoff ist eingesetzt. Ist immer noch ein ziemlicher Brocken, Alex hat inzwischen einen deutlich kleineren und eleganteren gefunden https://www.poolsteuerung.de/viewtopi ... =20#p18128, weiss auch nicht wie der das immer macht.
Gegen den groben Schmutz, der von oben durch das kleine Loch der Schwimmerkammer regnen kann hab ich ein Sieb über den Abzug des Messwassers am Boden der Kammer eingebaut.
Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch keine Ahnung, ob das alles so funktionieren würde und hab mir ausgemalt, daß sich in Abhängigkeit vom Einschaltzustand der Filterpumpe ein stark unterschiedlicher Durchfluss durch die Meß-strecke ergeben würde. Ich brauchte also eine Regelung der Drehzahl der Meßwasserpumpe (dazu später mehr).
Hier noch Bilder der Ausführung.
-
seppy
- Beiträge: 226
- Registriert: 19. September 2016, 10:11
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Hi,
was für eine Pumpe hast Du verbaut? Ich spiele ebenfalls mit dem Gedanken eine permanente Messung zu realisieren!
Grüße,
Seppy
was für eine Pumpe hast Du verbaut? Ich spiele ebenfalls mit dem Gedanken eine permanente Messung zu realisieren!
Grüße,
Seppy
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Hi Seppy,
Das war so eine hier.
https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre ... 3565123629 Ist ne BLDC-Pumpe.
Das Original ist von ROTEK.
Tut ihren Dienst, ist sogar in gewissen Grenzen über PWM regelbar. Ich seh gerade, dass die nochmal günstiger geworden sind...
Ich hab versucht, wirklich komplett ohne Metall in der Leitung auszukommen.
Grüße, Daniel
Das war so eine hier.
https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre ... 3565123629 Ist ne BLDC-Pumpe.
Das Original ist von ROTEK.
Tut ihren Dienst, ist sogar in gewissen Grenzen über PWM regelbar. Ich seh gerade, dass die nochmal günstiger geworden sind...
Ich hab versucht, wirklich komplett ohne Metall in der Leitung auszukommen.
Grüße, Daniel
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Kapitel 5: (Exkurs) Regelbare Messwasserpumpe (oder: wer keine Arbeit hat, der macht sich welche)
Nach längerer Pause hier ein kleiner Exkurs über eine -im Nachhinein- unnötige Spielerei.
Wie schon vorher geschrieben habe ich eine separate Messwasserpumpe eingebaut. Da ich leider nicht in der Nähe des Pools wohne, konnte ich das System nie so richtig vorab testen.
Daher hatte ich Sorge, daß der Durchfluss durch die Messwasserstrecke so stark vom Betriebszustand der Filterpumpe abhängt, daß es zu großen Abweichungen beim Durchfluss durch die Messzelle kommt.
Die selbstgestellte Aufgabe war also den Aufbau einer Regelstrecke. Ich hatte ohnehin vor, einen Raspi für das Display der Steuerung einzubauen. Be der Gelegenheit hab ich auch gleich noch einen Arduino Nano spendiert (Original! Spart Euch den Ärger mit den Klonen...) sowie einen Treiber für die Pumpenregelung https://www.ebay.de/itm/400W-Power-PWM- ... 2749.l2649
Vorteil der Arduino-veranstaltung ist, daß das system auch mit 5V funktioniert, so wie der Durchfluss-sensor auch.
Idee wie folgt:
- Signal des Durchfluss-sensors -> Digital-in des Arduino
- Arduino vergleicht Soll und Ist und errechnet ein PWM signal
- PWM Signal geht auf den Treiber -> Treiber auf Pumpe
Fertig ist die Regelung.
Der Arduino ist dann über USB mit dem Raspi verbunden, der wiederum hängt am Netzwerk parallel zum Poolcontroller und ist über Fernsteuerung zugänglich.
An dieser Stelle möchte ich mal eine deutliche Empfehlung für die Fernsteuerung über ANYDESK loswerden. Diese kleine SW ist bombenstabil, läuft auf Windows, Linux, Debian selbst bei wiedrigsten Netzwerkbedingungen (ich hab zum Controller immer noch keine Stabile VPN-Verbindung in ein LTE Netz). Temviewer hatte ich lange Zeit, aber die sind nicht mehr an Privatusern interessiert und haben mich zu lange schikaniert...
So. Nachdem ich den Code zusammengelogen habe, hab ich das System zuhause mal zum Laufen gebracht. Die Regelung hat erst funktioniert, als ich beim PID regler den Differntialteil zu 0 gesetzt habe. Der ist mir sonst immer davongelaufen, so präzise ist der Sensor dann auch nicht.
Hier kann man mal sehen, wie der Regler auf einen Sprung reagiert (Schlauch zuhalten und dann wieder öffnen). Es braucht was, bis der sich einpendelt, aber er machts.
-> Proof of Concept
System im Schaltschrank eingebaut (noch mit nem Schaumstoff-schutz auf den Pins). Für den Interessierten hier noch der code:
So und jetzt kommts: Eingebaut im Pool hat's bisher nie funktioniert
. Und war auch gar nicht nötig.
Die Regelung war dafür gedacht, bei unterschiedlichen Druckverhältnissen duch eine laufende bzw. stehende Filterpumpe für einen immer exakten Durchsatz auf der Messwasserstrecke zu sorgen. Offensichtlich sind diese Unterschiede aber gar nicht so groß (+/- 0,2 m/s bzw. +/-5%) oder werden durch die Drosselwirkung des Durchflusssensors praktisch ausgeglichen. Die Pumpe lief immer auf max. Drehzahl und der Durchsatz war ausreichend. Man kann hier schon erkennen, wann die Filterpumpe läuft und wann nicht, aber der Unterschied ist eben nicht groß. Es gibt allerdings einen wichtigen Effekt, durch den das Signal tatsächlich auch mal komplett wegbricht, dazu später mehr.
PS: Aus irgendwelchen Gründen ist es mir aber auch nicht gelungen, die Pumpe manuell runterzuregeln, also unabhängig vom Durchflusssignal. Schaue ich mir interessehalber dieses Jahr nochmal an, wenn die Saison beginnt.
Nach längerer Pause hier ein kleiner Exkurs über eine -im Nachhinein- unnötige Spielerei.
Wie schon vorher geschrieben habe ich eine separate Messwasserpumpe eingebaut. Da ich leider nicht in der Nähe des Pools wohne, konnte ich das System nie so richtig vorab testen.
Daher hatte ich Sorge, daß der Durchfluss durch die Messwasserstrecke so stark vom Betriebszustand der Filterpumpe abhängt, daß es zu großen Abweichungen beim Durchfluss durch die Messzelle kommt.
Die selbstgestellte Aufgabe war also den Aufbau einer Regelstrecke. Ich hatte ohnehin vor, einen Raspi für das Display der Steuerung einzubauen. Be der Gelegenheit hab ich auch gleich noch einen Arduino Nano spendiert (Original! Spart Euch den Ärger mit den Klonen...) sowie einen Treiber für die Pumpenregelung https://www.ebay.de/itm/400W-Power-PWM- ... 2749.l2649
Vorteil der Arduino-veranstaltung ist, daß das system auch mit 5V funktioniert, so wie der Durchfluss-sensor auch.
Idee wie folgt:
- Signal des Durchfluss-sensors -> Digital-in des Arduino
- Arduino vergleicht Soll und Ist und errechnet ein PWM signal
- PWM Signal geht auf den Treiber -> Treiber auf Pumpe
Fertig ist die Regelung.
Der Arduino ist dann über USB mit dem Raspi verbunden, der wiederum hängt am Netzwerk parallel zum Poolcontroller und ist über Fernsteuerung zugänglich.
An dieser Stelle möchte ich mal eine deutliche Empfehlung für die Fernsteuerung über ANYDESK loswerden. Diese kleine SW ist bombenstabil, läuft auf Windows, Linux, Debian selbst bei wiedrigsten Netzwerkbedingungen (ich hab zum Controller immer noch keine Stabile VPN-Verbindung in ein LTE Netz). Temviewer hatte ich lange Zeit, aber die sind nicht mehr an Privatusern interessiert und haben mich zu lange schikaniert...
So. Nachdem ich den Code zusammengelogen habe, hab ich das System zuhause mal zum Laufen gebracht. Die Regelung hat erst funktioniert, als ich beim PID regler den Differntialteil zu 0 gesetzt habe. Der ist mir sonst immer davongelaufen, so präzise ist der Sensor dann auch nicht.
Hier kann man mal sehen, wie der Regler auf einen Sprung reagiert (Schlauch zuhalten und dann wieder öffnen). Es braucht was, bis der sich einpendelt, aber er machts.
System im Schaltschrank eingebaut (noch mit nem Schaumstoff-schutz auf den Pins). Für den Interessierten hier noch der code:
Code: Alles auswählen
//Declarations
double Impulse;
unsigned long starttime; // damit es nicht zu einem fehler wg. micros()-Überlauf kommt
unsigned long torzeit; // damit es nicht zu einem fehler wg. micros()-Überlauf kommt
//Definitions
#define PUMPE 11 // Output pin Pumpe auf
#define DURCHFLUSS 7 // Durchflusssensor Input auf Pin 7
#define KRITISCH 5 // Kritischer Durchfluss -> Pumpe auf max PWM
//PID SETUP
#include <PID_v1.h>
double Setpoint, Input, Output; //I/O for PID
// double aggKp=40, aggKi=2, aggKd=10; //original: aggKp=40, aggKi=2, aggKd=10, Aggressive Turning,50,20,20
double consKp=10, consKi=2, consKd=0; //original consKp=20, consKi=1, consKd=5, Conservative Turning,20,10,10
PID myPID(&Input, &Output, &Setpoint, consKp, consKi, consKd, DIRECT); //Initialize PID
void setup() {
myPID.SetMode(AUTOMATIC);
myPID.SetOutputLimits(60, 255);
pinMode(DURCHFLUSS, INPUT); // D7 wird als Zahlereingang verwendet.
pinMode(PUMPE, OUTPUT); // D11 wird als Output-pin verwendet.
TCCR2B = TCCR2B & 0b11111000 | 0x01; // set PWM Timer 2 (Pin 3/11) to 31.37355 kHz
Serial.begin(9600);
Setpoint = 13; // Anzahl der Impulse
torzeit = 250000; // Torzeit in Microsekunden
}
void loop() {
Impulse = 0; // Der Zaehler wird zuruckgesetzt
starttime = micros(); // und die Startzeit gespeichert.
do { if (pulseIn(DURCHFLUSS, HIGH) > 0 ) Impulse++; } // Die pos. Impulse werden gezaehlt
while( (micros() - starttime) < torzeit);
Input = Impulse;
myPID.Compute();
analogWrite(PUMPE, Output);
Serial.println(Impulse);
}Die Regelung war dafür gedacht, bei unterschiedlichen Druckverhältnissen duch eine laufende bzw. stehende Filterpumpe für einen immer exakten Durchsatz auf der Messwasserstrecke zu sorgen. Offensichtlich sind diese Unterschiede aber gar nicht so groß (+/- 0,2 m/s bzw. +/-5%) oder werden durch die Drosselwirkung des Durchflusssensors praktisch ausgeglichen. Die Pumpe lief immer auf max. Drehzahl und der Durchsatz war ausreichend. Man kann hier schon erkennen, wann die Filterpumpe läuft und wann nicht, aber der Unterschied ist eben nicht groß. Es gibt allerdings einen wichtigen Effekt, durch den das Signal tatsächlich auch mal komplett wegbricht, dazu später mehr.
PS: Aus irgendwelchen Gründen ist es mir aber auch nicht gelungen, die Pumpe manuell runterzuregeln, also unabhängig vom Durchflusssignal. Schaue ich mir interessehalber dieses Jahr nochmal an, wenn die Saison beginnt.
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Kapitel 6: Einbau
Am Ende bin ich mit dem schreiben hier doch nicht so schnell gewesen, wie ich gehofft hatte. Irgendwie fehlt immer die Zeit.
Hier jedenfalls das nächste Kapitel.
Nachdem ich die Steuerung fertiggestellt hatte, konnte ich sie leider nicht richtig testen, da der Pool sich 1500km weiter südlich befindet. Also, alles ins Auto und runter.
Angekommen musste ich erstmal die alte Steuerung ausbauen, die PVC Verrohrung auseinandersägen und die neuen Leitungen verlegen. Das hat gute 2 Tage gedauert.
Danach folgte der Umbau der Wasserversorgung auf das automatische Ventil. Einen Haufen Leerrohre kreuz und quer legen. Wichtigster Moment: Den Schaltschrank einbauen -> passt. Und zwar gerade so. Hätte echt nicht größer sein dürfen oder an eine ganz andere Wand gemußt. die Messstrecke neu bauen und anschliessen sowie die Verkablung anschliessen. Ich war sehr froh, über die Vorbereitung mit den Wago-Klemmen.
Auch wenn die fürchterlich viel Platz gefressen haben ging das jetzt sehr schnell und sauber.
Am Ende bin ich mit dem schreiben hier doch nicht so schnell gewesen, wie ich gehofft hatte. Irgendwie fehlt immer die Zeit.
Hier jedenfalls das nächste Kapitel.
Nachdem ich die Steuerung fertiggestellt hatte, konnte ich sie leider nicht richtig testen, da der Pool sich 1500km weiter südlich befindet. Also, alles ins Auto und runter.
Angekommen musste ich erstmal die alte Steuerung ausbauen, die PVC Verrohrung auseinandersägen und die neuen Leitungen verlegen. Das hat gute 2 Tage gedauert.
Danach folgte der Umbau der Wasserversorgung auf das automatische Ventil. Einen Haufen Leerrohre kreuz und quer legen. Wichtigster Moment: Den Schaltschrank einbauen -> passt. Und zwar gerade so. Hätte echt nicht größer sein dürfen oder an eine ganz andere Wand gemußt. die Messstrecke neu bauen und anschliessen sowie die Verkablung anschliessen. Ich war sehr froh, über die Vorbereitung mit den Wago-Klemmen.
Auch wenn die fürchterlich viel Platz gefressen haben ging das jetzt sehr schnell und sauber.
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Kapitel 7: Inbetriebnahme
So. Ich hab dann noch den 230V Sicherungskasten neu (und endlich mal richtig) sortiert, angeschaltet und.... TADAAA!
Ein bisschen stolz war ich schon, daß nicht irgendwo Funken flogen und der Gerät folgsam alles gemacht hab, was ich ihm gesagt habe
.
Rechts im Bild die Relaisplatine für die Fernbedienung.
Funktionen: Pumpe an für 30 min (wenn man Staubsaugen will und die Filterpumpe nicht läuft) und Rückspülen (wenn der Filter durchs Saugen voll ist).
Der Technikraum ist unter der Terasse, und jedesmal den Deckel loszuschrauben ist des Guten zuviel.
Die Antenne für die Fernbedienung hab ich rausgeführt, da durch den Stahlbeton boden kein Empfang zu bewerkstelligen war.
Die 2. Relaisplatine gehört zum Raspi, da habe ich aktuell nur 1 Relais in Aktion, um dem Controller den Strom zu kappen, sollte er sich mal aufhängen. Hab ich bisher nicht gebraucht
Ich hatte leider nur ein Netzwerkkabel in den Technikraum verlegt (was an sich schon fast gescheitert ist). Um jetzt zwei Geräte anzuschliessen, habe ich am Netzwerkverteiler im Haus und im Schaltschrank je einen Splitter installiert. Damit geht die Übertragungsrate des Ethernetkabels zwar bis auf 10 mBit (oder waren es 100?) runter, das reicht aber für diese Anwendung immer noch mehr als aus und ist immer noch x-mal stabiler als eine D-Lan nummer.
Dem Schaltschrank hab ich auch noch eine kleine LED Lichtleiste mit einem Mikroschalter spendiert, die Beleuchtung im Technikraum ist doch sehr funzelig. Phase 2 lief dann auch wie geplant, das Display hat 1024x600 Pixel und läuft auf dem Raspi im Kiosk mode.
Die Kontrollleuchten links sind ein bisschen Spielerei, sie zeigen an welche Systeme angeschaltet sind und welche Aktoren gerade aktiv sind (Pumpe, Elektrolyse und pH dosierung).
Mit den Schaltern unten kann man die verschiedenen Systeme (Controller, Filterpumpe, Aktoren) an und abschalten. Ich nenne das mal die "Senioren-funktion" zusätzlich zu den Buttons auf der Phase 2 page. Die Schalter helfen aber auch, wenn man gewisse Arbeiten am System machen möchte.
Mit dem Schalter ganz links kann man den Einschaltwischer der Frischwasser-Nachfüllung überbrücken, um den Pool initial zu füllen. Das System schaltet bei Erreichen des Füllstands ab. Darüber ist eine Blink-LED eingebaut die einen daran erinnert, daß der Schalter noch an ist.
Die ganzen Kontrollleuchten arbeiten mit unterschiedlichen Spannungsniveaus (230V AC, 24V und 5V DC), weil sie an unterschiedlichen spannungsführenden Systemen angeklemmt sind. War etwas Recherchearbeit, die alle mit 5 mm durchmesser und einigermaßen spritzwasserwassergeschützt und einheitlich aussehend zu bekommen.
Beschriftung mach ich dieses Jahr dran... Damit war die mechanische und elektrische Inbetriebnahme abgeschlossen, es folgte die Befüllung des Pools mit Wasser und Salz sowie die Kalibrierung des Systems.
Keine Leckagen gottseidank.
Hier noch ein Bild von der Seite, man kann die vorbereiteten Anschlüsse für möglicherweise notwendige weitere Einlaufdüsen sowie die Vorbereitung für den Anschluss einer Wärmepumpe sehen. Alle toten Leitungen sind entleerbar, so daß sich dort keine neuen Lebensformen bilden können.
So. Ich hab dann noch den 230V Sicherungskasten neu (und endlich mal richtig) sortiert, angeschaltet und.... TADAAA!
Ein bisschen stolz war ich schon, daß nicht irgendwo Funken flogen und der Gerät folgsam alles gemacht hab, was ich ihm gesagt habe
Rechts im Bild die Relaisplatine für die Fernbedienung.
Funktionen: Pumpe an für 30 min (wenn man Staubsaugen will und die Filterpumpe nicht läuft) und Rückspülen (wenn der Filter durchs Saugen voll ist).
Der Technikraum ist unter der Terasse, und jedesmal den Deckel loszuschrauben ist des Guten zuviel.
Die Antenne für die Fernbedienung hab ich rausgeführt, da durch den Stahlbeton boden kein Empfang zu bewerkstelligen war.
Die 2. Relaisplatine gehört zum Raspi, da habe ich aktuell nur 1 Relais in Aktion, um dem Controller den Strom zu kappen, sollte er sich mal aufhängen. Hab ich bisher nicht gebraucht
Ich hatte leider nur ein Netzwerkkabel in den Technikraum verlegt (was an sich schon fast gescheitert ist). Um jetzt zwei Geräte anzuschliessen, habe ich am Netzwerkverteiler im Haus und im Schaltschrank je einen Splitter installiert. Damit geht die Übertragungsrate des Ethernetkabels zwar bis auf 10 mBit (oder waren es 100?) runter, das reicht aber für diese Anwendung immer noch mehr als aus und ist immer noch x-mal stabiler als eine D-Lan nummer.
Dem Schaltschrank hab ich auch noch eine kleine LED Lichtleiste mit einem Mikroschalter spendiert, die Beleuchtung im Technikraum ist doch sehr funzelig. Phase 2 lief dann auch wie geplant, das Display hat 1024x600 Pixel und läuft auf dem Raspi im Kiosk mode.
Die Kontrollleuchten links sind ein bisschen Spielerei, sie zeigen an welche Systeme angeschaltet sind und welche Aktoren gerade aktiv sind (Pumpe, Elektrolyse und pH dosierung).
Mit den Schaltern unten kann man die verschiedenen Systeme (Controller, Filterpumpe, Aktoren) an und abschalten. Ich nenne das mal die "Senioren-funktion" zusätzlich zu den Buttons auf der Phase 2 page. Die Schalter helfen aber auch, wenn man gewisse Arbeiten am System machen möchte.
Mit dem Schalter ganz links kann man den Einschaltwischer der Frischwasser-Nachfüllung überbrücken, um den Pool initial zu füllen. Das System schaltet bei Erreichen des Füllstands ab. Darüber ist eine Blink-LED eingebaut die einen daran erinnert, daß der Schalter noch an ist.
Die ganzen Kontrollleuchten arbeiten mit unterschiedlichen Spannungsniveaus (230V AC, 24V und 5V DC), weil sie an unterschiedlichen spannungsführenden Systemen angeklemmt sind. War etwas Recherchearbeit, die alle mit 5 mm durchmesser und einigermaßen spritzwasserwassergeschützt und einheitlich aussehend zu bekommen.
Beschriftung mach ich dieses Jahr dran... Damit war die mechanische und elektrische Inbetriebnahme abgeschlossen, es folgte die Befüllung des Pools mit Wasser und Salz sowie die Kalibrierung des Systems.
Keine Leckagen gottseidank.
Hier noch ein Bild von der Seite, man kann die vorbereiteten Anschlüsse für möglicherweise notwendige weitere Einlaufdüsen sowie die Vorbereitung für den Anschluss einer Wärmepumpe sehen. Alle toten Leitungen sind entleerbar, so daß sich dort keine neuen Lebensformen bilden können.
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Kapitel 8: Inbetriebnahme II
Hier nochmal den kompletten Verrohrungsplan mit Sensoren und Aktoren, sowie Vorhalt für die Wärmepumpe. Nachdem nun der Pool gefüllt (33qm) und gesalzen (100kg), die Niveauregulierung eingestellt und die Sensoren kalibriert waren, hab ich die Kontrollregeln scharfgeschaltet.
Damit konnte der Pool sich einlaufen. Hier ein paar Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe.
1. pH-Wert einregeln. Man kann sehen, daß sich die pH-Regelung in den ersten Tagen komplett verausgabt hat.
Sie ist immer an die maximale Dosiermenge gegangen und erst nachdem sie den pH-Wert runterbekommen hat, kam sie mit normalen Mengen klar.
Anfangs hatte ich den pH Sollwert noch auf 7.2 stehen,habe dann aber auf 7.3 hochgesetzt und ihn den Rest des Jahres da gelassen.
In den ersten Tagen hat es dazu auch noch ordentlich geregnet. 2. Redox Wert einregeln. Hier war es genau andersrum, aufgrund des anfangs noch sehr hohen Redoxwert der Erstbefüllung und des schlechten Wetters war es kaum notwendig, die Elektrolyse anzuwerfen. Hier noch der Temperaturverlauf in der fraglichen Zeit. Eine Woche später mit größerer Sonnenenstrahlung und wärmer werdendem Wasser kam auch die Elektrolyse an ihre Grenze, sie lief praktisch den ganzen Tag. Am 5.6. hab ich dann nochmal 25kg Salz nachgeschüttet, damit wurde das System deutlich effektiver, die Laufzeit ging stark zurück. -> Damit war klar, daß der Pool mindestens mit 125 kg Salz erstbefüllt werden muss. Man sieht hier auch, daß das System am 12.6. nicht dosiert hat. Der Grund dafür war ein Ausfall der Messwasserstrecke. Dahinter steckt ein in diesem Forum bereits sehr ausführlich diskutiertes Phänomen... Dazu mehr im nächsten Kapitel.
Hier nochmal den kompletten Verrohrungsplan mit Sensoren und Aktoren, sowie Vorhalt für die Wärmepumpe. Nachdem nun der Pool gefüllt (33qm) und gesalzen (100kg), die Niveauregulierung eingestellt und die Sensoren kalibriert waren, hab ich die Kontrollregeln scharfgeschaltet.
Damit konnte der Pool sich einlaufen. Hier ein paar Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe.
1. pH-Wert einregeln. Man kann sehen, daß sich die pH-Regelung in den ersten Tagen komplett verausgabt hat.
Sie ist immer an die maximale Dosiermenge gegangen und erst nachdem sie den pH-Wert runterbekommen hat, kam sie mit normalen Mengen klar.
Anfangs hatte ich den pH Sollwert noch auf 7.2 stehen,habe dann aber auf 7.3 hochgesetzt und ihn den Rest des Jahres da gelassen.
In den ersten Tagen hat es dazu auch noch ordentlich geregnet. 2. Redox Wert einregeln. Hier war es genau andersrum, aufgrund des anfangs noch sehr hohen Redoxwert der Erstbefüllung und des schlechten Wetters war es kaum notwendig, die Elektrolyse anzuwerfen. Hier noch der Temperaturverlauf in der fraglichen Zeit. Eine Woche später mit größerer Sonnenenstrahlung und wärmer werdendem Wasser kam auch die Elektrolyse an ihre Grenze, sie lief praktisch den ganzen Tag. Am 5.6. hab ich dann nochmal 25kg Salz nachgeschüttet, damit wurde das System deutlich effektiver, die Laufzeit ging stark zurück. -> Damit war klar, daß der Pool mindestens mit 125 kg Salz erstbefüllt werden muss. Man sieht hier auch, daß das System am 12.6. nicht dosiert hat. Der Grund dafür war ein Ausfall der Messwasserstrecke. Dahinter steckt ein in diesem Forum bereits sehr ausführlich diskutiertes Phänomen... Dazu mehr im nächsten Kapitel.
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Kapitel 9: Wasserstoff..?
Wie ich oben geschrieben habe, hatte ich im Sommer ein paar Ausfälle in der Messstrecke und zwar so, daß der Durchfluss von der einen zur anderen Minute komplett zusammengebrochen ist und später dann genauso wieder zurückgekommen ist. Manchmal hat sich das System aber auch nicht mehr erholt (wie am 12.6.) und der Durchfluss war den ganzen Tag "0", womit auch die komplette Pool-Desinfektion ausgeschaltet wurde. Konnte also nicht so bleiben.
Da die Messwasserpumpe die ganze Zeit durchgelaufen ist, war die einzige Erklärung, daß diese trocken gelaufen sein musste, d.h. es muss sich dort irgendwie Luft angesammelt haben. Die Pumpe befindet sich am höchsten Punkt der Messwasserstrecke.
Zunächst hatte ich gedacht, daß die Leitung irgendwo Luft zieht, oder am Anfang nicht sauber entlüftet wurde, aber das konnte ich ausschließen.
Beim weiteren Beobachten des Phänomens fiel auf, daß es nach sehr warmen Sonnen-tagen auftrat, nachts wenn die Filterpumpe ausgeschaltet wurde. Über den vorher Tag lief die Elektrolyse häufig sehr lange. Beim genaueren hinsehen fiel auch auf, daß der Volumenstrom bereits über den Tag schon zurückging. Das ganze passierte auch, wenn überhaupt kein Badebetrieb über den Tag stattfand.
Die Pumpe zieht das Messwasser aus einer Schicht knapp 50 cm unterhalb des Wasserspiegels. Dahinter kommt die ehemalige Schwimmerkammer der mechanischen Niveauregulierung. D.h. es dürfte eigentlich gar keine Luft angesaugt werden, und falls doch sollte alles was sich an Luftblasen im Wasser befindet vor dem Abzug des Messwasser abgeschieden sein. Die einzig logische Erklärung war also, daß sich an der Pumpe Luft oder Gas ansammelt, das im Wasser gelöst bzw. in kleinen Blasen in der Schwebe war.
Ich gehe inzwischen davon aus, das das der berühmte Wasserstoff ist, den Alex für die Probleme bei der Redoxmessung in Verbindung mit der Elektrolyse verantwortlich macht.
Während des Filterbetriebs "hilft" die Umwälzpumpe beim Durchfluss in der Messstrecke mit. Wenn die zeitgesteuert ausschaltet, bricht der Durchfluss komplett zusammen, weil die Messwasserpumpe in einer Blase steht.
Da ich in der fraglichen Zeit nicht am Pool war, konnte ich das Problem zunächst nur mit Bordmitteln lösen. Nach einigen Versuchen hat sich eine Ruhepause der Messwasserstrecke über Nacht als wirksames Mittel herauskristallisiert. Nach 90 min wird dann Filterpumpe und Messwasserpumpe kurz gemeinsam gestartet, und das System läuft wieder. Wahrscheinlich wird dann eine Blase aus der Leitung rausgesagt. Es kam jedoch auch danach immer wieder zu Aussetzern - auch tagsüber beim Ausschalten der Filterpumpe - so daß ich das System nochmal etwas robuster machen musste.
Nach einigem Suchen hatte ich einen kleinen automatischen Entlüfter gefunden, der vollständig aus Kunststoff besteht. Den hab ich dann zunächst einmal hinter die Pumpe eingebaut, ging am schnellsten. Allerdings werde ich in dieser Saison (wenn ich dann nochmal hinkomme...) die Messtrecke nochmal umbauen. Das Trockenlaufen ist der Pumpe nicht gut bekommen und der Hersteller hat mich darüber hinaus darauf hingewiesen, daß sie nicht stehend eingebaut werden darf (Wäre ja auch sonst langweilig
)
Ich werde die Pumpe dann an einen tieferen Punkt der Messtrecke horizontal verbauen, die ganzen Querschnitte der Leitungen bis zum Filter vergrößern und den Entlüfter oben an den Filter setzen. Dann ist hoffentlich Ruhe...
Wie ich oben geschrieben habe, hatte ich im Sommer ein paar Ausfälle in der Messstrecke und zwar so, daß der Durchfluss von der einen zur anderen Minute komplett zusammengebrochen ist und später dann genauso wieder zurückgekommen ist. Manchmal hat sich das System aber auch nicht mehr erholt (wie am 12.6.) und der Durchfluss war den ganzen Tag "0", womit auch die komplette Pool-Desinfektion ausgeschaltet wurde. Konnte also nicht so bleiben.
Da die Messwasserpumpe die ganze Zeit durchgelaufen ist, war die einzige Erklärung, daß diese trocken gelaufen sein musste, d.h. es muss sich dort irgendwie Luft angesammelt haben. Die Pumpe befindet sich am höchsten Punkt der Messwasserstrecke.
Zunächst hatte ich gedacht, daß die Leitung irgendwo Luft zieht, oder am Anfang nicht sauber entlüftet wurde, aber das konnte ich ausschließen.
Beim weiteren Beobachten des Phänomens fiel auf, daß es nach sehr warmen Sonnen-tagen auftrat, nachts wenn die Filterpumpe ausgeschaltet wurde. Über den vorher Tag lief die Elektrolyse häufig sehr lange. Beim genaueren hinsehen fiel auch auf, daß der Volumenstrom bereits über den Tag schon zurückging. Das ganze passierte auch, wenn überhaupt kein Badebetrieb über den Tag stattfand.
Die Pumpe zieht das Messwasser aus einer Schicht knapp 50 cm unterhalb des Wasserspiegels. Dahinter kommt die ehemalige Schwimmerkammer der mechanischen Niveauregulierung. D.h. es dürfte eigentlich gar keine Luft angesaugt werden, und falls doch sollte alles was sich an Luftblasen im Wasser befindet vor dem Abzug des Messwasser abgeschieden sein. Die einzig logische Erklärung war also, daß sich an der Pumpe Luft oder Gas ansammelt, das im Wasser gelöst bzw. in kleinen Blasen in der Schwebe war.
Ich gehe inzwischen davon aus, das das der berühmte Wasserstoff ist, den Alex für die Probleme bei der Redoxmessung in Verbindung mit der Elektrolyse verantwortlich macht.
Während des Filterbetriebs "hilft" die Umwälzpumpe beim Durchfluss in der Messstrecke mit. Wenn die zeitgesteuert ausschaltet, bricht der Durchfluss komplett zusammen, weil die Messwasserpumpe in einer Blase steht.
Da ich in der fraglichen Zeit nicht am Pool war, konnte ich das Problem zunächst nur mit Bordmitteln lösen. Nach einigen Versuchen hat sich eine Ruhepause der Messwasserstrecke über Nacht als wirksames Mittel herauskristallisiert. Nach 90 min wird dann Filterpumpe und Messwasserpumpe kurz gemeinsam gestartet, und das System läuft wieder. Wahrscheinlich wird dann eine Blase aus der Leitung rausgesagt. Es kam jedoch auch danach immer wieder zu Aussetzern - auch tagsüber beim Ausschalten der Filterpumpe - so daß ich das System nochmal etwas robuster machen musste.
Nach einigem Suchen hatte ich einen kleinen automatischen Entlüfter gefunden, der vollständig aus Kunststoff besteht. Den hab ich dann zunächst einmal hinter die Pumpe eingebaut, ging am schnellsten. Allerdings werde ich in dieser Saison (wenn ich dann nochmal hinkomme...) die Messtrecke nochmal umbauen. Das Trockenlaufen ist der Pumpe nicht gut bekommen und der Hersteller hat mich darüber hinaus darauf hingewiesen, daß sie nicht stehend eingebaut werden darf (Wäre ja auch sonst langweilig
Ich werde die Pumpe dann an einen tieferen Punkt der Messtrecke horizontal verbauen, die ganzen Querschnitte der Leitungen bis zum Filter vergrößern und den Entlüfter oben an den Filter setzen. Dann ist hoffentlich Ruhe...
-
cguenther
- Beiträge: 73
- Registriert: 1. Juli 2019, 22:02
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
... na superDPerak hat geschrieben:... und der Hersteller hat mich darüber hinaus darauf hingewiesen, daß sie nicht stehend eingebaut werden darf ...
LG
Carsten
-
Proxima
- Beiträge: 46
- Registriert: 24. August 2019, 19:11
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Hallo,
verrätst Du, was das für ein Touch-Display ist?
Grüße
verrätst Du, was das für ein Touch-Display ist?
Grüße
-
DPerak
- Beiträge: 404
- Registriert: 26. Juni 2016, 13:09
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Klar: Waveshare 10.1“
https://www.ebay.de/itm/272208140537
Ist in einem Jahr erstaunliche 20% teurer geworden
https://www.ebay.de/itm/272208140537
Ist in einem Jahr erstaunliche 20% teurer geworden
-
DJ.Eddy
- Beiträge: 127
- Registriert: 5. Oktober 2019, 10:46
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
ich habe gerade das hier bestellt:
https://www.ebay.de/itm/272282037755
https://www.ebay.de/itm/272282037755
-
Proxima
- Beiträge: 46
- Registriert: 24. August 2019, 19:11
Re: Bericht / Erfahrungen Poolumbau 2019
Hallo,
bin gerade total angefixt und begeistert von Deiner/Eurer Anzeige und Bedienmöglichkeit im Schaltschrank.
Leider habe ich noch nie irgendetwas mit PI's (und Linux) zu tun gehabt. Habt Ihr eine Anleitung oder gar eine komplette ISO zum Installieren des PI's???
Eine ISO wäre natürlich top, dies einfach auf die SD flashen --> Starten --> IP anpassen --> Fertig
Grüße
bin gerade total angefixt und begeistert von Deiner/Eurer Anzeige und Bedienmöglichkeit im Schaltschrank.
Leider habe ich noch nie irgendetwas mit PI's (und Linux) zu tun gehabt. Habt Ihr eine Anleitung oder gar eine komplette ISO zum Installieren des PI's???
Eine ISO wäre natürlich top, dies einfach auf die SD flashen --> Starten --> IP anpassen --> Fertig
Grüße