Dosierpumpe mit geringer Förderung

Wasseraufbereitung mit automatischen Dosiersystemen, Redoxpotential, pH, Carbonathärte, Wartung/Lagerung und Pflege der Sonden.
mamu
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Dosierpumpe mit geringer Förderung

Beitrag von mamu »

Ich schaue mir gerade das Thema automatische Flockung an und da wird eine kontinuierliche Dosierung von ca 1ml/h je Kubikmeter Umwälzleistung gefordert.

Jetzt kann ich mir das mit der angebotenen Pumpe zwar schön rechnen und jede Minute für 5Sek anschalten aber das wird vermutlich weder einen kont. Fluss generieren noch der Pumpe gut tun. :oops:

Kann man die Pumpen eventuell anderweitig drosseln/umrüsten oder gibt es ein weiteres Modell, das aktuell noch nicht im Shop abgelegt ist?

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Alex
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Re: Dosierpumpe mit geringer Förderung

Beitrag von Alex »

Die zu dosierte Menge von "1ml/h" richtet sich aber nach dem Durchsatz... also "1ml/h pro m³" Förderleistung... und das sind Angaben aus dem gewerblichen Bereich.

Kannst Dir jetzt ne 1000,- € teure Membranpumpe kaufen mit der Du das auf den ml genau einstellen kannst -> oder Du nimmst einfach die 130,- € Seko Pumpe und dosierst 2x am Tag je 1 Minute (oder 3x oder 4x - je nach Laune)... Abgesehen von den Kosten: Das Ergebnis wird das gleiche sein ;)

Geh mal von einer Menge zw. 15..20ml pro m³ Wasserinhalt(!) pro Tag aus - das passt für private Becken eigentlich schon (50m³ Becken also irgendwo zw. 80 und 100ml pro Tag).

mamu
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Re: Dosierpumpe mit geringer Förderung

Beitrag von mamu »

Super, Danke für die Info.

Ein wenig bedenken habe ich jetzt noch bezüglich der Überdosierung. Wenn die aufgrund eines Fehlers länger läuft habe ich mit der 1,5l Pumpe ja ganz schnell massiv zu viel im Wasser.

Wenn ich das mit dem Cl und pH richtig verstanden habe wird dort ja die Überdosierung auch durch die Leistung der Pumpe verhindert. Es soll ja erst der Redox eingestellt werden und die Regelung hält ihn dann im Limit . Oder bringe ich da etwas durcheinander :roll: ?

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Alex
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Re: Dosierpumpe mit geringer Förderung

Beitrag von Alex »

Wann und wo soll was überdosieren? Bzw. welcher "Fehler"?

Die Fehler sind immer
1. "Käse" konfiguriert, so dass die Dosierpumpe durchlaufen könnte (fängt das Wischerrelais ab, wenn vorhanden)
2. Messwasserüberwachung abgeschaltet und Messzelle zu gedreht
3. Irgendwelche Messwert "schönkalibriert", damit die Anlage die Klappe hält und nicht mehr meckert (weil man keine Lust hatte zu kucken warum sie überhaupt meckert :) )
4. Irgendwelche Grenzwerte auf "utopische" Werte gesetzt, damit die Anlage nicht mehr meckert (auch hier: weil man keine Lust hatte zu kucken warum sie überhaupt meckert)

Das häufigste ist Punkt 1. - deswegen "zusätzlich" der Wischer.
2., 3., 4. kann nicht nichts und niemand abfangen, wenn man es drauf anlegt. Läuft halt immer in die Tagesmengenbegrenzung -> und wenn man die dann auch noch "komisch" einstellt... :D ... is halt zu viel im Becken (ganz egal ob eine Dosierpumpe nur 300ml/h fördert würde oder 1500ml/h ... dauert halt etwas länger bei der kleineren, aber das Ergebnis ist das gleiche).

mamu
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Re: Dosierpumpe mit geringer Förderung

Beitrag von mamu »

OK, Vermutlich Anfänger Paranoia.
Im Fall einer Flockung fallen dann Punk 2-4 aus und eine Max-Dosierung auch. Bleibt also noch das Wischer Relais und das muss dann wohl reichen.
Danke für die Rückmeldung und Geduld :)

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Alex
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Re: Dosierpumpe mit geringer Förderung

Beitrag von Alex »

Ach so, gings vorrangig um's Flockmittel?
Der Worst-Case (Kanister ins Becken dosiert) ist hier, dass das Becken trüb ist und Du ein paar Tage brauchst bis es wieder klar ist.
Kaputt geht davon ausnahmsweise nichts :D