Redoxpotential - Brunnenwasser

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Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Erst einmal @Alex,
die neuen Kabel machen nen super Eindruck, die haben so eine Art Überwurfmutter dran, kann man darüber festhalten und dabei bewegt sich dann das Kabel nicht im Stecker.
Zwar etwas teurer aber für meine Wurstfinger besser geignet :D

Bez. dieses Themas hier habe die letzten Tage mal nen bisl rumprobiert.
Ich hatte ja ständig Problem nach dem Rückspülen, dass es mir den Redox nach unten gezpgen hatte.
In der Zeitsteuerung war noch ein Nachfüllen wärend des Rückspülens drin, also schon wärend des Rückspülens Nachfüllen, um etwas länger Rückspülen zu können.
Das habe ich nun so geändert, dass das Nachfüllen erst im Anschluss (2min Differenz) durchgeführt wird und siehe da keine großen Abstürze mehr vorhanden.
Da der Abzweig zur Messstrecke ja nach dem Rückspülventil erfolgt und danach auch die Anbindung des Nachfüllens erfolgt, ging hierbei immer ein kleiner Teil des Nachfüllwassers durch die Messstrecke und zieht den Redox nach unten, dieser benötigt dann wieder ewig bis er sich "erholt" hat.
Mal weiter beobachten wenn die Temperaturen wieder höher liegen und ausgiebig gebadet wird...

Proben hab ich auch mal verschickt, mal schaun was dabei raus kommt.


Bei dem anderen Thema scheinen eure Änderungen auch einen vielversprechenden Erfolg zu zeigen, da sieht soweit sehr gut aus jetzt...

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Alex
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Alex »

ok... also Frischwasser erst bisschen vermischen bevor es an der Elektrode vorbeikommt.
Auf die Proben bin ich auch gespannt :)

@andere Themen... ja welche denn... :lol: ...gibt so viele

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Bez. der häufig aufzretenden Meldungen...
Sieht bei mir jetzt soweit super aus, alles was kommt ist koreckt und alles was kommen müsste kommt auch.
Was auch immer du da aufgespielt hast, es funktioniert
(habe eigtl. nix anderes erwartet :mrgreen: ).

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Alex
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Alex »

...ach die :D

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

So erste Wasserprobe ist nach über nem Monat auch mal eingetroffen, wie ich erwartet hatte ist das Eisen etwas hoch, geht aber eigtl. noch...
Auch Mangan ist erhöht, Rest ist soweit in den für Trinkwasser geltenden Grenzwerten, theoretisch könnt ich das soager trinken, meinte die gute Frau...
Denke, wie schon erwähnt, lag der "riesen" Absturz nach dem "Nachfüllen" tatsächlich daran, dass eben Nachfüllwasser durch die Messstrecke lief und das Eisen/Mangan dort oxidierte, die Messzelle schaute auch danach aus.
Mal sehen ob das jetzt nach dem Umbau alles noch besser wird.

Hier mal die Werte:
Wasserprobe.JPG
Wasserprobe.JPG (480.12 KiB) 66 mal betrachtet
Dazu noch eine Frage, wenn das Mangan mit dem Chlor oxidiert, welche Verfärbungen sind da zu erwarten? Braun (wie beim Eisen) oder geht das eher ins Schwarze?

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Auch die 2.Probe ist nun da...
da ist sogar noch weniger Eisen nachgewiesen, aber Mangan in der gleichen Höhe...
Ist das ganze braune "Schmierzeugs" wohl Mangan????
_20160623_185203.JPG
_20160623_185203.JPG (816.98 KiB) 53 mal betrachtet

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Alex
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Alex »

hm... müsste dann wohl vom Mangan kommen, wenn der Eisengehalt selber doch relativ niedrig ist.

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Und das wird beim oxidieren auch braun? Dachte eigtl. das dies eher ins Schwarze geht, aber ist ja auch nix anderes drin muss wohl daher kommen.

Der Skimmer schaut auch schon so aus wie die Filterpatrone, letztes Jahr gings noch ab, jetzt ist das kaum noch abzubekommen...
Evtl. ist das ja auch das Problem an der Redoxsonde, bildet dann so ne Art "Film" oder "Oxidationsschicht" an der Sondenspitze und blockiert diese? Dann wieder säubern und schon geht es wieder...
Geht halt sau beschiß... ab der Mist.

Als nächstes werde ich erstmal den Murmeln im Kessel zu Leibe rücken, die Filtern 0,0, geht ja gar nicht das Zeug's, evtl. wird das dann auch in der Messtrecke besser

Ach ja,
musste gestern (neben der Filterpatrone) auch die "Saugleitung" der Messstrecke umlegen, vor der Filterpumpe (Anschluss an Saugleitung) geht ab ~10m³/h nix mehr,
da zieht die kleine Computerkühlungspumpe iwo ständig Luft, ich find auch nicht wo
Hol mir das jetzt erstmal aus dem Skimmer, muss ich auch noch schaun wie ich das gescheit verlege...

Sonst läuft das mit der Regelung dieses Jahr um Welten besser wie letztes Jahr, so kann es bleiben...

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Alex
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Alex »

Gute Frage ob das eher braun oder schwarz wird ... keine Ahnung.

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Hab jetzt nochmal die gute Frau (die mir die erste Probe gemacht hatte) angetriggert, die arbeitet an ner Uni und stellt mir was zusammen, denke Anfang nächster Woche werde ich was bekommen.
Auch wie ich das los werden könnte oder besser ausgedrückt, was sie mir empfiehlt zu unternehmen...
Wenn Interesse besteht kann ich das ja dann mal hier kund tun...

Erste Auskunft,
gibt wohl auch bei Mangan noch Unterschiede und ja die braune Färbung und dieses schmierige Zeugs kann wohl durch die Oxidation mit dem Chlor (sie fragte auch welches ich verwende, wegen evtl. weiteren "Zusatzstoffen") von dem Mangan kommen.

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Alex
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Alex »

ja... immer her mit Infos :)

Ich suche noch nach ner Lösung für mein Sulfatproblem :)

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Soll ich da auch gleich mal fragen :lol:

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Alex
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Alex »

...die Antwort ist "rausschaufeln" :mrgreen:
Oder ne Osmose Anlage... brauch ich 4 Wochen um das Becken im Frühjahr zu füllen :lol:

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Jo, sowas hab ich für mein Aq, dauert da schon ewig und wenn's was größeres sein soll, musst auch ordentlich in die Tasche greifen, vom "Abwasser" mal abgesehen...

Wo kommt das bei dir eigtl. her, weist du das? Vom ph- und/oder Chlor- Stellmittel?
Bei 100m³... hast da eigtl. nen Abbo für, wie ich dich kenne bekommst doch da bestimmt Mengenrabat? :lol:

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Alex
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Alex »

ne ich bekomm nix. Die bieten mir noch nicht mal ein Abo an... lol
Muss von der Schwefelsäure und deren - bei mir notwendige Mengen - kommen (wegen hoher Carbonathärte des Füllwassers)
... ich Pumpe ja die ersten 3..4 Wochen nach dem Füllen gleich mal 84kg Schwefelsäure hinterher (3 Kanister) bis die Carbonathärte mal platt ist... dafür bildet sich aus der Schwefelsäure Sulfat das auch nicht einfach so im Wasser rumschwimmen will sondern vorzugsweise von Wand und Boden regelrecht angezogen wird (PP und Sulfat mögen sich offensichtlich) :). ...war aber auch schon beim GFK Becken ähnlich. Wenn Du dann mit den Fingern über die Beckenwand wischt, sind die Fingerkuppen weiss.

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Nu is man wieder etwas schlauer...
Im Prinzip hat sie mir das Gleiche erzählt bzw. die Unterlagen von ihr sagen das Gleiche, wie es auch im Netz zu finden ist.
Ich beschreib das mal mit meinen Worten, hoffe es ist verständlich, wenn gewünscht könnte ich auch die ganzen Formeln abtippen, steigt wohl aber eh kaum einer durch :?

Erstmal ist das wohl nix schlimmes, blöd nur dass sich das (vor allem wohl das Mangan) auch an den Poolwänden ablagert und so schöne braune/graue bis ins schwarze gehende Färbungen hinterlässt, die sich wohl nur mit 10-15%'er Salzsäure entfernen lassen...
Bei Mangan nennt sich das wohl Braunstein...
Auch das Vorhandensein von hohen Eisen und Manganwerten ist bei Brunnenwasser nicht ungewöhnlich und wohl dem sehr sehr niedrigen Saurstoffgehalt im Boden geschuldet.

Genau mit sowas habe ich zu kämpfen, wenn der Robi nicht mindest einmal pro Woche durchmaschiert, geht's nicht mehr ab...
Um nun solche "Ablagerungen" zu vermeiden sollte man wohl bei Eisen eine Konzentration von < 0,02 mg/l und für Mangan von <= 0,01 mg/l einhalten.

Einfachste Möglichkeit Oxidation, entweder nur mit Luft und filtern z.B. über einen Sandfilter/Kiesfilter oder aber eben mit Chlor.
Gibt noch andere Möglichkeiten, ist aber für meine "Anwendung" zu umfangreich/aufwendig.

Eisen geht wohl recht einfach, ph>6,5, Redox>500, gelöster Sauerstoff >0,14mg/l
bei Mangan sieht das schon schwieriger aus, ph 7,6-8,5, Redox > 700, gelöster Sauerstoff >0,29mg/l

Bedeutet in jedem Falle würde erst einmal das Eisen oxidieren und wenn noch genügent Oxidationsmittel (in dem Falle mal Sauerstoff) vorhanden und die Werte entsprechend stimmen, würde anschließend das Mangan oxidieren, dafür wäre ein 2 Stufiger Filter oder eben 2 Filter mit jeweiliger Luftzufur zu empfehlen (Rückspülung auch notwendig).
Macht das Ganze recht aufwendig.

Einfachste Möglichkeit für den Pool,
hochchloren, auffüllen (so viel wie man für das Rückspülen benötigt) und das "Nachfüllwasser" vor dem Filter über eine ausreichende "Oxidationsstrecke" einleiten (z.B. in den Skimmer), und anschließend Rückspülen, ggf. den Filter vorher mit Flockungsmittel "anschärfen".
Oder aber am Anfang der Oxidationsstrecke mit dem Nachfüllwasser direkt Chlor zuführen.

Bei "Neubefüllung" empfiehlt es sich wohl erst auf min 5ppm hochzuchloren und erst nach Ausfall der Metalle den ph runter zu stellen.

Jetzt muss ich mir nur überlegen wie ich das löse, wollte das Wasser eigtl. auch für die Dusche und das äh äh... WC (hups da ist es wieder) nutzen, das gibt da so unschöne braune "Schlieren" mit der Zeit...
Also entweder die Lösung "nur für das Pool" oder gleich das kommende Wasser komplett Enteisen, hmm...

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Eine Frage gleich mal dazu,
Wenn ich jetzt so ne "Oxidationsstrecke" baue und dort sagen wir mal 2500l/h (könnten auch kurzeitig mehr sein, beim Einschalten, sagen wir mal bis zu 4500l/h) Wasser durchfließen, wie groß müsste dann die Dosierpumpe sein um in dem Nachfüllwasser min. 5ppm (besser wären denke ich 8-10ppm) zu erreichen? Langt da eine mit 1,5l/h?

Am Beginn injeziert und durch einen selbstgebauten Inlinemischer geschickt um es richtig zu vermischen, sollte doch bis zum Kessel wirken?
Hierfür wären auch bis zu 12m 63'er Rohr möglich um das wirken zu lassen...
Zu optimistisch?

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Alex
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Alex »

hm... also vor dem Filter, in der Hoffnung das der das oxidierte, braune Zeug abfiltriert?
Kann nicht abschätzen wie lange das Mangan oder Eisen braucht bis es vollständig oxidiert ist... aber ich würde fast vermuten es braucht länger als durch 12m 63er Rohr.?
Wenn Du dieses Wasser dann auch für WC und Dusche verwenden willst, dann hättest aber auch entsprechend das hochgechlorte Wasser da drin.

Dosierpumpe bräuchtest eine regelbare. Brauchst bei 4.5m³ nur ~450ml/h Förderleistung um auf 10ppm zu kommen
4.5m³ auf 10ppm == 45g Chlor
45g Chlor == 357g Hypochlorit == 450ml Hypochlorit

Mario
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Mario »

Ne, erstmal nur für's Pool um überhaupt mal zu schaun ob es funzt und ich das Zeug endlich mal los werde.
Also die Leitung mal extra betrachten, ist derzeit auch schon so...
Trinkwasser ist aus verschiedenen Gründen leider keine Option.

Könnte auch 100'er KG Rohr nehmen, fließt es langsamer...
Hmmm...

Also mit ner 1,5l/h käme ich dann auf etwas über 30ppm?
Also wenn das dann nicht langt bis zum Filter? :)
Das geht eigtl. auch ziemlich schnell, wenn man sich die "fertigen" Enteisenungsanlagen so anschaut...

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Alex
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Re: Redoxpotential - Brunnenwasser

Beitrag von Alex »

>>Also mit ner 1,5l/h käme ich dann auf etwas über 30ppm?
ja... in etwa. Wird der Filter dann auch gleich geschockt :)
...wie gesagt... wie lange das dauert, keine Ahnung. In diesen Filtern sind ja normal noch irgendwelche Granualte drin ?!