Hallo,
für den geplanten 50m³-Pool soll eine WP die nutzbare Saison verlängern. Gefühlt 100% aller Postings zu dem Thema beinhalten den Tenor "...min. noch grösser" oder "... die gewählte WP ist eigentlich zu klein". Was mich hierbei wundert ist, dass ich AFAIK noch nie von einer IPS-360 bzw. IPHCT100T gelesen habe. Hat die niemand im Einsatz?
Was spricht gegen eine 35kW-WP? Wir haben relativ günstigen Strom aus unserer Photovoltaik, den Faktor will ich gar nicht an erster Stelle beleuchten. Überdachung ist für uns aus optischen Gründen ausgeschlossen, es soll per Jalousie abgedeckt werden.
Ich schwanke nun eigentlich zwischen den o.a. IPS-360/IPHCT100T oder aber der Themotec 34kW von heatpumps4pools.com.
Kann jemand was zur Auswahl sagen oder gibt es Erfahrungen mit dem Shop?
VD & LG
Carsten
Kann eine WP "zu gross" sein?
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Alex
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- Registriert: 28. Mai 2014, 23:00
Re: Kann eine WP "zu gross" sein?
Dagegen spricht - ausser dem Anschaffungspreis - nie irgendwas gegen eine größere Heizung.
Aber ne "pauschale" Antwort gibt es hier sowieso nicht. Der eine will nur 24° von 1. April bis 30.September, der andere will 30° von 1. März bis 30.Oktober...
Sind zwei völlig unterschiedliche Anforderungen -> dem einen reicht ne 17kW Heizung, der andere braucht eher die 35kW.
Aber ne "pauschale" Antwort gibt es hier sowieso nicht. Der eine will nur 24° von 1. April bis 30.September, der andere will 30° von 1. März bis 30.Oktober...
Sind zwei völlig unterschiedliche Anforderungen -> dem einen reicht ne 17kW Heizung, der andere braucht eher die 35kW.
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cguenther
- Beiträge: 73
- Registriert: 1. Juli 2019, 22:02
Re: Kann eine WP "zu gross" sein?
Ok, bedankt!
LG
Carsten
LG
Carsten
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miki
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- Registriert: 25. Dezember 2018, 22:23
Re: Kann eine WP "zu gross" sein?
In der WP ist ja ein Kompressor, wie im Kühlschrank und bei so einem Ding ist es wichtig, dass er nicht die ganze Zeit tacktet (sprich an/aus/an/aus/an/aus) sondern der braucht mal seine Laufzeit, damit er nicht kaputt geht. Fingerhaus hat z.B. hier in der gegend einige Feritghäuser stehen und sich bei der Erdwärmepumpe den Speicher geschenkt und lässt die WP schön direkt in die Fussbodenheizung laufen. Von der Idee her nicht ganz doof, der Estrich kann ja die Temperaturschwankungen prima abfangen - ergo die Bewohner merken nix. Nun jetzt sind die Häuser alle 5 Jahre alt, die Garantie ist abgelaufen und bei wirklich allen gehen genau nach der Zeit die WP's kaputt. Nun leider doppelt ärgerlich, weil auch nicht unbedingt überall Platz ist um einen 6-800Liter Speicher nachzurüsten.
Bei Dir ist es ja nun so, das Du vermutlich direkt ins Poolwasser damit gehst, also einen Speicher quasi hast. Dann muss aber die WP dennoch über eine vernünftige Software verfügen und der Installateuer die auch bedienen können (was ich noch nie erleben durfte). Denn sagen wir Du willst 30° im Pool haben und die WP geht bei 29.9 an und bei 30,1 aus und braucht dazu weil sie so "groß" ist nur 10 Min, in der das Heissgas nicht mal auf Betriebstemperatur kam - ja dann hast Du genau das Fingerhaus konzept gebaut und kannst gleich für eine neue WP sparen. Will also sagen, zu groß geht schon - alles eine Frage der Fachkräfte die da am Werk sind
Bei Dir ist es ja nun so, das Du vermutlich direkt ins Poolwasser damit gehst, also einen Speicher quasi hast. Dann muss aber die WP dennoch über eine vernünftige Software verfügen und der Installateuer die auch bedienen können (was ich noch nie erleben durfte). Denn sagen wir Du willst 30° im Pool haben und die WP geht bei 29.9 an und bei 30,1 aus und braucht dazu weil sie so "groß" ist nur 10 Min, in der das Heissgas nicht mal auf Betriebstemperatur kam - ja dann hast Du genau das Fingerhaus konzept gebaut und kannst gleich für eine neue WP sparen. Will also sagen, zu groß geht schon - alles eine Frage der Fachkräfte die da am Werk sind
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cguenther
- Beiträge: 73
- Registriert: 1. Juli 2019, 22:02
Re: Kann eine WP "zu gross" sein?
Hallo Miki,
das ist sicherlich ein valider Punkt. Ich hatte bei der Auslegung und Installation unseres Hauses mit Klimaanlagen einen ähnlichen Punkt: Da es sich um Split/Mehrpunkt-Inverter-Anlagen handelte, war die Herausforderung genau dieses Takten zu unterbinden. Seinerzeit hatte ich hierfür das kleinste Innengerät so ausgelegt, dass dieses bei min. Leistung immer noch im Arbeitsbereich des Aussengerätes liegt, um bei diesem das Takten zu vermeiden.
Das Problem liegt bei einer Luft/Wasser-WP natürlich gleich, aber auch hier haben wir ja Inverter-Geräte. Eine WP die nur Vollgas/Aus als Betriebspunkte können würde müsste man dann entweder mit einem geeigneten Heizplan (z.B. in Abhängigkeit von PV-Ertrag) versehen oder aber mit einer ausreichenden Hysterese.
Bei der WP die ich im Auge habe, kann das Gerät auf min. 30% herunterregeln. D.h. es würde (im besten Fall) dann noch mit 10.5kW Heizleistung herausgehen (bei A26/W26). Ich denke mit em Wissen um die Problematik des Taktens im Hinterkopf muss man sich dass dann ansehen und über Heizplan/Hysterese/Zieltemperatur iVm der Invertermimik mal sehen wo man herauskommt.
Die WP hat einen sep. Fernschalteingang, hiermit könnte man evtl. noch etwas arbeiten (oder halt den Flow abdrehen), andererseits wäre es mal eine Herausforderung sich den Verkehr über den RS485 zum Controller anzusehen, inwiefern man dort eingreifen könnte. Abwarten, ich habe hier noch nicht mal einen Pool...
Alles noch in Planung, aber man hat ja so seine Ideen 
LG
Carsten
das ist sicherlich ein valider Punkt. Ich hatte bei der Auslegung und Installation unseres Hauses mit Klimaanlagen einen ähnlichen Punkt: Da es sich um Split/Mehrpunkt-Inverter-Anlagen handelte, war die Herausforderung genau dieses Takten zu unterbinden. Seinerzeit hatte ich hierfür das kleinste Innengerät so ausgelegt, dass dieses bei min. Leistung immer noch im Arbeitsbereich des Aussengerätes liegt, um bei diesem das Takten zu vermeiden.
Das Problem liegt bei einer Luft/Wasser-WP natürlich gleich, aber auch hier haben wir ja Inverter-Geräte. Eine WP die nur Vollgas/Aus als Betriebspunkte können würde müsste man dann entweder mit einem geeigneten Heizplan (z.B. in Abhängigkeit von PV-Ertrag) versehen oder aber mit einer ausreichenden Hysterese.
Bei der WP die ich im Auge habe, kann das Gerät auf min. 30% herunterregeln. D.h. es würde (im besten Fall) dann noch mit 10.5kW Heizleistung herausgehen (bei A26/W26). Ich denke mit em Wissen um die Problematik des Taktens im Hinterkopf muss man sich dass dann ansehen und über Heizplan/Hysterese/Zieltemperatur iVm der Invertermimik mal sehen wo man herauskommt.
Die WP hat einen sep. Fernschalteingang, hiermit könnte man evtl. noch etwas arbeiten (oder halt den Flow abdrehen), andererseits wäre es mal eine Herausforderung sich den Verkehr über den RS485 zum Controller anzusehen, inwiefern man dort eingreifen könnte. Abwarten, ich habe hier noch nicht mal einen Pool...
LG
Carsten