habe mal als Physik DAU ne Frage. Wenn sich bei den aktuellen Temperaturen tagsüber 10 Grad nachts -1 der Temperaturverlust von ca 1,5 Grad alleine durch die Sonne bis 14-15 Uhr selbst ausgleicht, kann man das dann auch für die Sommertage ableiten?Wir wohnen im sonnigen Baden. Im Moemnt ist es so dass die wassertemperatur des Vortages bis ca 14 Uhr wieder erreicht ist. Pool ist abgedeckt mit ner BAC swisstop transluzent/solar.
Hintergund ich überlege grad ne WP anzsuchaffen und möchte die Kw Zahl richtig einschätzen. Angeboten wurde mir ne 17 KW für knapp 34 qm.
Wärmeverlust ausgleichen
-
Alex
- Administrator
- Beiträge: 9988
- Registriert: 28. Mai 2014, 23:00
Re: Wärmeverlust ausgleichen
Im Sommer brauchst ja meist nicht wirklich so viel Energie.
Ist eher die Frage, ob Du um diese Jahreszeit schon schwimmen können willst (und analog dazu auch noch im Oktober) ... dann reichen die 17kW nicht. Wenn das Becken jetzt im Bereich um 28..30° wäre, würde es deutlich mehr Wärme verlieren und die Sonne würde (um diese Jahreszeit) in dem Wasser-Temperaturbereich nicht mehr wirklich viel dazu helfen. Die WP müsste alles nachheizen... und bei max 10° bräuchte sie ewig dazu.
Ist eher die Frage, ob Du um diese Jahreszeit schon schwimmen können willst (und analog dazu auch noch im Oktober) ... dann reichen die 17kW nicht. Wenn das Becken jetzt im Bereich um 28..30° wäre, würde es deutlich mehr Wärme verlieren und die Sonne würde (um diese Jahreszeit) in dem Wasser-Temperaturbereich nicht mehr wirklich viel dazu helfen. Die WP müsste alles nachheizen... und bei max 10° bräuchte sie ewig dazu.
-
StefanWi
- Beiträge: 54
- Registriert: 4. Februar 2020, 10:44
Re: Wärmeverlust ausgleichen
bedenken sollte man auch, dass die 17 kW in aller Regel bei optimalen Bedingungen geleistet werden, die man in der Übergangsphase nicht hat. Dazu sollte es in den technischen Daten Leistungsdaten bei verschiedenen Temperaturbereichen geben.
Es gab doch mal die Annährungsrechnung, dass man um 1m³ Wasser um 1° pro Stunde zu erhöhen 1 kW Wärme benötigt. In deinem Fall also 34 kW für 1 Grad. Der Wärmeverlust ist grundsätzlich auch abhängig vom Temperaturunterschied. D.h. wenn es jetzt nachts noch abkühlt, kühlt der Pool stärker aus, je wärmer er ist - klingt merkwürdig, ist aber so. So wie Alex also schreibt mit 17kW physikalisch unmöglich.
Es gab doch mal die Annährungsrechnung, dass man um 1m³ Wasser um 1° pro Stunde zu erhöhen 1 kW Wärme benötigt. In deinem Fall also 34 kW für 1 Grad. Der Wärmeverlust ist grundsätzlich auch abhängig vom Temperaturunterschied. D.h. wenn es jetzt nachts noch abkühlt, kühlt der Pool stärker aus, je wärmer er ist - klingt merkwürdig, ist aber so. So wie Alex also schreibt mit 17kW physikalisch unmöglich.
-
wellnessmaster
- Beiträge: 60
- Registriert: 28. September 2020, 23:13
Re: Wärmeverlust ausgleichen
Hallo die Herren,
Hier muss ich mal etwas korrigieren.
@StefanWi - Deine Berechnung hat einen kleinen Fehler. Es muss exakt 34kWh und nicht 34kW heißen. Der feine Unterschied ist also, dass Du mit einer 17kW WP demnach bei optimalen Bedingungen 2h brauchst um den Wärmeverlust wett zu machen. Die 17kW sind aber sicher für 26°C Außentemperatur angegeben. Leider haben viele WP-Hersteller keine Leistungsfiagramme aus denen Du für alle anderen Temperaturen den Wert ablesen kannst. Fairland zB. gibt auch nur für 2 oder 3 Temperaturen. Die zugehörige Leistung an. Aber das nur nebenbei. Korrekt ist, dass die Leistung mit geringerer Temperaturen wesentlich sinkt.
Hinsichtlich der "Merkwürdigkeit" dass bei größerer Temperaturdifferenz der Wärmerlust größerer wird, basiert auf der Physik (Q=m*c*Temperaturdifferenz) Q ist dabei die Wärmeenergie welche der Pool an die Umgebung abgibt. Da m und c konstant sind, ist demnach die Wärmeabgabe um so größerer, je größer die Temperaturdifferenz zwischen Wasser und Umgebung ist.
@pointet13: hoffe dich nicht zu sehr mit meinen Physikausführungen erschlagen zu haben. Die Angaben der Poolbauer oder Verkäufer sind meist Erfahrungswerte und können nicht pauschaliert werden, sondern sind immer auch Bedarfsabhängig.
Da mich gerade die Schreibwut gepackt hat, möchte ich Dir zur vollkommen Verwirrung mein Beispiel vorstellen, was sicher nicht typisch ist. Meine Intention liegt dabei eher darin, verschiedene Wärmeerzeuger einzusetzen und jedem den optimalen Arbeitsbereich zuzuweisen und das Ganze zu analysieren...
Hier muss ich mal etwas korrigieren.
@StefanWi - Deine Berechnung hat einen kleinen Fehler. Es muss exakt 34kWh und nicht 34kW heißen. Der feine Unterschied ist also, dass Du mit einer 17kW WP demnach bei optimalen Bedingungen 2h brauchst um den Wärmeverlust wett zu machen. Die 17kW sind aber sicher für 26°C Außentemperatur angegeben. Leider haben viele WP-Hersteller keine Leistungsfiagramme aus denen Du für alle anderen Temperaturen den Wert ablesen kannst. Fairland zB. gibt auch nur für 2 oder 3 Temperaturen. Die zugehörige Leistung an. Aber das nur nebenbei. Korrekt ist, dass die Leistung mit geringerer Temperaturen wesentlich sinkt.
Hinsichtlich der "Merkwürdigkeit" dass bei größerer Temperaturdifferenz der Wärmerlust größerer wird, basiert auf der Physik (Q=m*c*Temperaturdifferenz) Q ist dabei die Wärmeenergie welche der Pool an die Umgebung abgibt. Da m und c konstant sind, ist demnach die Wärmeabgabe um so größerer, je größer die Temperaturdifferenz zwischen Wasser und Umgebung ist.
@pointet13: hoffe dich nicht zu sehr mit meinen Physikausführungen erschlagen zu haben. Die Angaben der Poolbauer oder Verkäufer sind meist Erfahrungswerte und können nicht pauschaliert werden, sondern sind immer auch Bedarfsabhängig.
Da mich gerade die Schreibwut gepackt hat, möchte ich Dir zur vollkommen Verwirrung mein Beispiel vorstellen, was sicher nicht typisch ist. Meine Intention liegt dabei eher darin, verschiedene Wärmeerzeuger einzusetzen und jedem den optimalen Arbeitsbereich zuzuweisen und das Ganze zu analysieren...
-
wellnessmaster
- Beiträge: 60
- Registriert: 28. September 2020, 23:13
Re: Wärmeverlust ausgleichen
Projektbeschreibung:
Es kommen 4 verschiedene Wärmeerzeuger / Wärmequellen zum Einsatz
1. Thermische Solaranlage (24m2 Röhrenkollektoren)
2. Gasheizung
3. Wärmepumpe
4. Holzscheitkessel
Ziel ist es, immer (bis auf dien Holzkessel) wirtschaftlichtsten Erzeuger einzusetzen.
Da die Gasheizung und die Solaranlage nicht ausschließlich für den pool bestimmt sind und ursprünglich zur Gebäudebeheizung und WW-Produktion gedacht waren, werden diese nun noch mit 3-Wegeventilen so über den Pufferspeicher geschaltet, dass ich bei Bedarf auch den Pool bedienen kann. Vorrang hat natürlich die WW-Bereutung. Danach die Gebäudebeheizung. Sofern dann die Sonne scheint, wird die Energie in den Pool "geschoben". Die Gasheizung könnte parallel unterstützen oder auch einzeln den Pool beheizen. Da Gas bei mir etwa 1/5 des Preises von Strom beträgt (natürlich die kWh) macht es erst Sinn die WP einzuschalten, sofern der COP-Wert >=5 ist. Der COP-Wert ist der "Effizienzwert" der WP und gibt das Verhältnis zwischen Thermischer Energie/ El. Energie an. Wie schon öfter hier beschrieben zB 1kW el. Energieeinsatz für die WP ergibt 5kW thermische Energie. Übrrtragerverluste müssen natürlich auch noch berücksichtigt werden. Aber ca. ab einem COP von 5 (was erst ab einer bestimmten Außentemperatur gegeben ist), wird nicht mehr mit Gas, sondern nur noch mit der WP erwärmt. Nun habe ich mich aus bestimmten Gründen für das größte Modell des Herstellers mit 40kW entschieden. Das hat (bis auf den Preis, den Platzbedarf und die höhere el. Anschlussleistung) nur Vorteile. Bei einem Vergleich zwischen einer 20kW-WP und meiner sind die Schallemissionswerte deutlich geringer im 50% Betrieb. Hinzu kommt natürlich der Vorteil des schnelleren Aufheizens.
Der Holzkessel .... Wald vor der Tür... ist eher für die Übergangszeit gedacht in denen der COP schlecht ist und die Sonne kaum Ertrag bringt. Oder auch mal wenn die Gäste zum 24.12. kommen und man eine Poolparty mit schwimmenden Weihnachtsbaum plant.
Vielleicht hat es ja den einen oder anderen inspiriert, dann stehe ich gern auch mit meinen bald auch praktischen Erfahrungen zur Seite. Ich denke dass mein Projekt ca. In 1-2 Monaten realisiert ist;-)
Es kommen 4 verschiedene Wärmeerzeuger / Wärmequellen zum Einsatz
1. Thermische Solaranlage (24m2 Röhrenkollektoren)
2. Gasheizung
3. Wärmepumpe
4. Holzscheitkessel
Ziel ist es, immer (bis auf dien Holzkessel) wirtschaftlichtsten Erzeuger einzusetzen.
Da die Gasheizung und die Solaranlage nicht ausschließlich für den pool bestimmt sind und ursprünglich zur Gebäudebeheizung und WW-Produktion gedacht waren, werden diese nun noch mit 3-Wegeventilen so über den Pufferspeicher geschaltet, dass ich bei Bedarf auch den Pool bedienen kann. Vorrang hat natürlich die WW-Bereutung. Danach die Gebäudebeheizung. Sofern dann die Sonne scheint, wird die Energie in den Pool "geschoben". Die Gasheizung könnte parallel unterstützen oder auch einzeln den Pool beheizen. Da Gas bei mir etwa 1/5 des Preises von Strom beträgt (natürlich die kWh) macht es erst Sinn die WP einzuschalten, sofern der COP-Wert >=5 ist. Der COP-Wert ist der "Effizienzwert" der WP und gibt das Verhältnis zwischen Thermischer Energie/ El. Energie an. Wie schon öfter hier beschrieben zB 1kW el. Energieeinsatz für die WP ergibt 5kW thermische Energie. Übrrtragerverluste müssen natürlich auch noch berücksichtigt werden. Aber ca. ab einem COP von 5 (was erst ab einer bestimmten Außentemperatur gegeben ist), wird nicht mehr mit Gas, sondern nur noch mit der WP erwärmt. Nun habe ich mich aus bestimmten Gründen für das größte Modell des Herstellers mit 40kW entschieden. Das hat (bis auf den Preis, den Platzbedarf und die höhere el. Anschlussleistung) nur Vorteile. Bei einem Vergleich zwischen einer 20kW-WP und meiner sind die Schallemissionswerte deutlich geringer im 50% Betrieb. Hinzu kommt natürlich der Vorteil des schnelleren Aufheizens.
Der Holzkessel .... Wald vor der Tür... ist eher für die Übergangszeit gedacht in denen der COP schlecht ist und die Sonne kaum Ertrag bringt. Oder auch mal wenn die Gäste zum 24.12. kommen und man eine Poolparty mit schwimmenden Weihnachtsbaum plant.
Vielleicht hat es ja den einen oder anderen inspiriert, dann stehe ich gern auch mit meinen bald auch praktischen Erfahrungen zur Seite. Ich denke dass mein Projekt ca. In 1-2 Monaten realisiert ist;-)